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GQA-Prüfkatalog wird überarbeitet

Betriebsspezifische Einsatzzeit nur für Sifa und Betriebsarzt

GQA-Geschäftsführer Karlheinz Kalenberg hat dazu gemeinsam mit den Auditoren ein Bündel von Vorschlägen erarbeitet. Diese werden in Kürze dem GQA-Fachbeirat zur Diskussion vorgelegt. Ein Vorschlag zielt darauf ab, im Rahmen der Güteprüfung zu ermitteln, welche Dienstleister die Einsatzzeiten in der betriebsspezifischen Betreuung belegen. Viele Argumente sprechen dafür, dass diese Einsatzzeiten nur für die originären Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes reserviert sein sollten. Bei der Ermittlung der betriebsspezifischen Einsatzzeit sollte dann aber auf die ergänzenden Aktivitäten anderer Disziplinen hingewiesen werden.

 

Wandel des Berufsbildes berücksichtigen 

In dem überarbeiteten Prüfkatalog soll auch stärker berücksichtigt werden, dass viele Fachkräfte für Arbeitssicherheit im Vergleich zu früher in wesentlich mehr Aufgabenfelder eingebunden sind. So ist zum Beispiel denkbar, auch koordinierende Tätigkeiten (unter anderem bei der Durchführung von betrieblichen Kampagnen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) den originären Aufgaben einer Fachkraft für Arbeitssicherheit zuzurechnen. Diese Tätigkeiten müssten dann bei der betriebsspezifischen Betreuung berücksichtigt werden.

 

Güteprüfung künftig stärker prozessorientiert

Ein weiterer Vorschlag beinhaltet, die GQA-Güteprüfung künftig stärker prozessorientiert zu gestalten. Hintergrund ist, dass die sicherheitstechnische Betreuung durch die DGUV Vorschrift 2 insgesamt einen stärkeren Prozesscharakter erhalten hat. Denkbar ist, über den Prüfkatalog zu ermitteln, wie stark die Fachkraft für Arbeitssicherheit in betriebliche Prozesse eingebunden ist. Dies setzt voraus, dass die Antwortvorgaben bei der Güteprüfung verändert werden: An die Stelle der bisherigen einfachen Ja/Nein-Antworten müssten dann komplexere, skalierte Antwortvorgaben treten.

 

Vertragsgestaltung nach DGUV Vorschrift 2

Fest steht bereits, dass die GQA auch künftig prüfen wird, ob die vereinbarten Einsatzzeiten durch den sicherheitstechnischen Dienst oder die Fachabteilung abgedeckt werden können und ob die notwendigen Qualifikationen vorliegen. Grundlage hierfür sind die schriftlichen Vereinbarungen zwischen dem zu betreuenden Betrieb und dem Dienstleister. Der VDSI hat bereits vor geraumer Zeit einen Mustervertrag aufgesetzt, der an die Vorgaben der DGUV Vorschrift 2 angepasst ist. Er ist als VDSI-Information 1/2011 im passwortgeschützten Mitgliederbereich unter www.vdsi.de abrufbar (Webcode 1514.0).

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